
Hier zum Behandlungstermin oder auf einen Espresso? Ein denkmalgeschützter Altbau im niederbayerischen Ruhmannsfelden bildet den Rahmen für ein außer-
gewöhnliches Raumkonzept: Die Praxis Zahnschickeria entstand zwischen anspruchsvoller Zahnmedizin
und einer von der Gastronomie inspirierten Empfangskultur. Das räumliche Zentrum der Praxis bildet der Eingangsbereich. Durch eine opulente, zehn Meter lange Empfangstheke dient er als Bindeglied zwischen Erschließung, Warteraum und dem Behandlungstrakt.

In seiner Formensprache adaptiert die Empfangstheke die Typologie einer
hochwertigen Bar und bricht damit die Strenge medizinischer Empfangssituationen auf.


Die Innenarchitektur inszeniert den Kontrast zwischen historischer Bausubstanz
und medizinischer Präzision: Die freigelegte, ziegelrote Mauerwerkswand
im Thekenbereich dient als Ausgangspunkt der Farbgebung.

Gegliedert durch einen halbtransparenten Raumteiler, geht der Eingangsbereich
fließend in den Wartebereich über.
Im Zusammenspiel des Mauerwerks
mit tiefen Blautönen
und Messingelementen entsteht
ein Hauch von Opulenz.


Die eingesetzten Textilien dämpfen den Raumschall spürbar und tragen zur
beruhigenden Gesamtatmosphäre bei.



Das im Bestand vorgefundene Splitlevel
hebt den dahinterliegenden
Behandlungsbereich räumlich ab.


Das Sitzmöbel des Wartebereichs verknüpft beide Niveaus,
indem es sich zum Flur hin zur Treppe wandelt.


Entlang der Flurachsen reihen sich insgesamt sieben Behandlungszimmer auf,
deren Abfolge durch neu eingesetzte Rundbögen gegliedert wird
Im Kontrast schaffen die überwiegend
in Weiß gehaltenen
Behandlungsräume eine Atmosphäre
von Ruhe und funktionaler Klarheit.

