In der Konzeption der Praxis „„Jurazahn“ in Velburg wurde die herkömmliche Raumaufteilung zugunsten einer skulpturalen Grundrissgestaltung aufgelöst. Auf einer Gesamtfläche von ca. 265 m² antwortet der Entwurf mit einer fließenden Raumfolge auf die Geometrie des

Bestands: Die Praxis erstreckt sich über zwei einzelne Gebäudeteile die über ein zentrales Treppenhaus miteinander verbunden sind. Dieses dient als Schnittstelle, die eine Unterscheidung zwischen öffentlichen und dienenden Bereichen unterstützt.

Das Materialkonzept sucht den Dialog mit der
ländlichen Umgebung der Oberpfalz. Warme
Eichenholz-Oberflächen ziehen sich als roter
Faden durch die Räumlichkeiten und verankern
die Architektur in ihrem regionalen Kontext.

Diese haptische Qualität bildet einen bewussten Kontrast
zu den präzise gesetzten, monolithischen Volumina
in mattem Graphitschwarz und sanftem Greige,
die den Grundriss strukturieren.

Ergänzt wird diese Grundrisslösung durch akustische Maßnahmen wie Akustiklochdecken,
die den Schall absorbieren und so die hochwertige, ruhige Atmosphäre stützen.

Anstatt einer rein funktionalen Trennung
entsteht so ein spannungsvolles Zusammenspiel
aus atmosphärischer Wärme
und architektonischer Strenge.

Das Lichtdesign agiert dabei bewusst zurückhaltend und akzentuiert die Raumgeometrie durch gezielte, subtile Setzungen.

Eine eigens entwickelte Wandleuchte wirft
hinter einer Warmen Eichenholz-Oberfläche
sanftes, indirektes Licht an die Wand.

Entstanden ist eine Balance zwischen sachlicher Präzision und einer einladenden Atmosphäre,
die den Workflow einer modernen Zahnarztpraxis perfekt abbildet.